EU und Mercosur vereinbaren größte Freihandelszone der Welt

Mit Interim Management neue Chancen in Südamerika nutzen

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Der Handel zwischen Europa und Südamerika dürfte vor einem gewaltigen Boom stehen. Die EU und die Mercosur-Staaten haben sich auf die größte Freihandelszone verständigt. Beim Export von Waren und Dienstleistungen nach Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay werden nach Angaben der EU schon bald Zölle in Höhe von gut 4 Milliarden Euro wegfallen. Damit eröffnen sich Chancen, die Sie mit Interim Management schneller und effektiver nutzen.

20 Jahre haben die Verhandlungen über das Freihandelsabkommen gedauert. Entsprechend positiv sind die Reaktionen der Industrieverbände nach dem unerwarteten Durchbruch. Der Präsident des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen, Holger Bingmann, sagte der Tagesschau: „Wir sind überglücklich, dass dieses historische Abkommen nun zu einem erfolgreichen Abschluss kommt.“ Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages bezeichnet die Einigung als „überaus positive Nachricht in einem ansonsten eher trüben weltwirtschaftlichen Umfeld".

Öffnung eines riesigen Marktes mit mehr als 260 Millionen Menschen

Mit dem Freihandelsabkommen öffnet sich für Europa ein riesiger Markt mit mehr als 260 Millionen Menschen und einem Bruttoinlandsprodukt von mehr als zwei Billionen Euro. Im Verhältnis zum Potenzial ist der Handel zwischen EU und Mercosur bislang vergleichsweise gering. 2017 lieferten europäische Unternehmen Waren im Wert von rund 45 Milliarden Euro. Der Löwenanteil entfiel auf Maschinen, Autos, Autoteile und chemische Produkte, mithin auf die Wirtschaftsbereiche, die nunmehr vom Abbau der Zölle besonders profitieren dürften.

Im Gegenzug exportieren die Mercosur-Staaten vor allem landwirtschaftliche Produkte nach Europa. Das Volumen belief sich nach Angaben der EU zuletzt auf gut 43 Milliarden Euro – und könnte nunmehr stark wachsen. Brasilien beispielsweise rechnet damit, den Anteil der EU-Ausfuhren am Bruttosozialprodukt in den nächsten 15 Jahren von 30 auf 90 Milliarden Euro verdreifachen zu können.

Deutsche Kern-Industrien zählen zu den Hauptprofiteuren

Zu den Hauptprofiteuren auf europäischer Seite gehören Auto- und Chemie-Industrie sowie der Maschinenbau. Insbesondere die Autobauer leiden bislang unter besonders hohen Zöllen in Höhe von 35 Prozent. Ohne diesen Aufschlag verbessern sich die Marktchancen für deutsche Pkw und Nutzfahrzeuge in Südamerika ganz erheblich. Der Verband der Automobilindustrie sieht darüber hinaus einen weiteren Start-Vorteil für die europäische Autoindustrie, da die Mercosur-Staaten nunmehr erstmals ein Abkommen mit der Heimat bedeutender Automobilproduzenten abgeschlossen hätten, so VDA-Verbandspräsident in der Tageschau.

Neue Märkte für mehr als 60.000 Unternehmen in der EU

Ob Export europäischer Güter und Dienstleistungen nach Südamerika oder Einfuhr und Handel mit Produkten aus den Mercosur-Staaten: Nach Angaben der EU werden mehr als 60.000 europäische Unternehmen vom neuen Freihandelsabkommen profitieren. Wenn diese Unternehmen für das neue Südamerika-Geschäft nur je 3 Beschäftigte einstellen, könnten schon bald bis zu 200.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Der Wettbewerb um Spezialistinnen und Spezialisten mit entsprechender Expertise und Sprachkenntnissen dürfte sich schon bald erheblich verschärfen.

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