Mitarbeiterbefragungen: richtig fragen und richtig zuhören

Wie Sie Ihre Belegschaft fĂŒr ehrliche Antworten motivieren

Mitarbeiterbefragung

Die Zufriedenheit der Mitarbeiter ist ein wesentlicher SchlĂŒssel fĂŒr den Erfolg von Unternehmen. Daher empfiehlt es sich, den gewĂŒnschten Zustand regelmĂ€ĂŸig mit der wahrgenommenen RealitĂ€t abzugleichen und die Mitarbeiter zu befragen. Wie Sie bei Mitarbeiterbefragungen am besten vorgehen, erklĂ€rt dieser Beitrag.

Mitarbeiterbefragungen signalisieren WertschÀtzung

Mitarbeiter sind das Kapital eines jeden Unternehmens. Ihre Arbeit, ihr Engagement und ihre Motivation sind die Basis fĂŒr einen langfristigen und stabilen Unternehmenserfolg. Umso wichtiger ist es also, diese Mitarbeiter so lange wie möglich an das Unternehmen zu binden und fĂŒr Anerkennung, WertschĂ€tzung und befriedigende Arbeitsinhalte zu sorgen. Das gelingt unter anderem, indem Sie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wertschĂ€tzend begegnen. Ein Mittel dazu sind Mitarbeiterbefragungen.

AnlĂ€sse und Ziele von Mitarbeiterbefragungen können sehr unterschiedlich sein. Zu Beginn muss darum die Zielsetzung genau geklĂ€rt werden. Dies ist Grundvoraussetzung fĂŒr eine adĂ€quate Instrumentenentwicklung und stringente Vorgehensweise, die zum einen die Erfassung der erwĂŒnschten Informationen, aber auch die Ergebnisauswertung und -interpretation bis hin zur Ableitung von Maßnahmen und deren Umsetzung sicherstellt.

Schon kleine Fehler gefÀhrden das Vertrauen der Befragten

Befragungen sind ein sensibles Instrument. Sie mĂŒssen professionell konzipiert, geplant und durchgefĂŒhrt werden: Selbst einmalige, kleine Fehler können zu einem erheblichem Akzeptanz- und Vertrauensverlust bei den Befragten fĂŒhren. Das bedeutet im Allgemeinen, dass die erhobenen Daten kaum mehr nutzbar sind und das Instrument der Befragung durch das „kollektive GedĂ€chtnis“ der Belegschaft auf lange Zeit disqualifiziert wurde.

FrĂŒhzeitig Einbindung von Mitarbeitern verbessert die Akzeptanz

ZunĂ€chst empfiehlt es sich, eine Projektgruppe aus Mitarbeitern unterschiedlicher Bereiche, dem Betriebsrat und – soweit vorhanden – dem QualitĂ€tsmanagement-Beauftragten zu bilden, die die gesamte Befragung plant und begleitet. Neben einer solchen „Kerngruppe“ sollten alle Personen, die im spĂ€teren Prozess Maßnahmen ableiten und umsetzen, an der Instrumentenfestlegung und -entwicklung beteiligt werden. Damit ist gewĂ€hrleistet, dass die Erhebung von Beginn an von einer grĂ¶ĂŸeren Anzahl von Mitarbeitern im Unternehmen getragen und nicht als von außen â€žĂŒbergestĂŒlpte“ Aktion angesehen wird.

AnonymitĂ€t: RĂŒckschlĂŒsse auf Einzelne sind ein absolutes Tabu

Um eine hohe Beteiligung zu erhalten, ist es von zentraler Bedeutung, alle Mitarbeiter frĂŒhzeitig und umfassend ĂŒber die Aktion zu informieren. GĂ€ngige Medien sind z.B. AushĂ€nge, Bekanntmachungen in der Betriebszeitung und/oder im Intranet sowie Informationsveranstaltungen.

Mit welchen Instrumenten die Befragung durchgefĂŒhrt wird (schriftlich oder mĂŒndlich, online/DV-gestĂŒtzt, mit Interviews oder Fokusgruppen), hĂ€ngt von zahlreichen Faktoren ab. Dazu spielen die Intentionen der Befragung (quantitative VollstĂ€ndigkeit vs. qualitative Tiefe) ebenso eine Rolle wie die GrĂ¶ĂŸe und Struktur des Unternehmens. In jedem Fall muss sichergestellt und glaubwĂŒrdig transparent gemacht werden, dass die erhobenen Daten nicht auf Einzelpersonen rĂŒckgefĂŒhrt werden können (AnonymitĂ€tszusicherung).

Ergebnisse unbedingt transparent machen | Gemeinsam Lehren ziehen

Die konkrete Umsetzung hĂ€ngt in erster Linie vom gewĂ€hlten Befragungsinstrument ab. In jedem Fall sollte genĂŒgend Zeit fĂŒr eine eventuelle Nachfassaktion eingeplant werden, falls sich die Beteiligungs- bzw. RĂŒcklaufquote als zu gering herausstellt. Eine anzustrebende Beteiligungsquote liegt zwischen 60 und 70 Prozent, als gut anzusehen ist eine Beteiligung ĂŒber 75 Prozent.

Wichtig ist auch ein schnelles Feedback der Befragungsergebnisse. Es erfolgt in der Regel ĂŒber die gleichen KommunikationskanĂ€le wie die AnkĂŒndigung. Auch Betriebsversammlungen bieten sich fĂŒr die PrĂ€sentation an. Neben den reinen Ergebnissen sollten dabei in jedem Fall auch schon Aussagen zur weiteren Vorgehensweise prĂ€sentiert werden.  

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