PROJEKTBERICHT

Wertschöpfung durch verbesserte Instandhaltung bei einem Lebensmittelhersteller

Anlageneffektivität | Wertorientierte Instandhaltung | Kontinuierliche Verbesserung

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Das Projekt in Stichworten:

  • Fokus auf Wertsch√∂pfung durch verbesserte Verf√ľgbarkeit und Zuverl√§ssigkeit
  • Bessere Wartungsprogramme f√ľr wartungsempfindliche Anlagen angestrebt
  • Projektteam unterzieht Abl√§ufe einem intensiven Audit und Datenanalysen
  • Mechaniker und Maschinenbediener tragen wesentlichen zu gro√üen Verbesserungen bei
  • Effektivit√§t der Produktionslinien innerhalb von 9 Monaten um 60 Prozent gesteigert

Dieses Mandat f√ľhrte den niederl√§ndischen Interim Manager zu einer Molkereigenossenschaft mit mehr als 80 Filialen in 36 L√§ndern und weltweit 24.000 Mitarbeitern. Der Jahresumsatz bel√§uft sich auf mehr als 12 Milliarden Euro. Einsatzort war ein deutsches Werk mit etwa 300 Mitarbeitern. In dem Werk werden auf 15 Produktionslinien w√∂chentlich 2,5 Millionen Liter Milch zu Joghurt, Joghurtdrinks und Pudding verarbeitet. Das j√§hrliche Produktionsvolumen umfasst ca. 160.000 Tonnen Endprodukte.

Bessere Wartungsprogramme f√ľr wartungsempfindliche Anlagen angestrebt

Qualit√§t, Sicherheit, Innovation und Nachhaltigkeit sind f√ľr die Genossenschaft von gr√∂√üter Bedeutung. Innerhalb der Genossenschaft liefen bereits seit einiger Zeit Projekte unter dem Titel "World Class Operational Management". Diese WCOM-Projekte erlebten H√∂hen und Tiefen und wurden mangels konkreter Ergebnisse sogar vor√ľbergehend gestoppt. 2018 wurde das Projekt wieder aufgegriffen. Das √ľbergeordnete Ziel dieses Teilprojekt: Durch hervorragende Instandhaltungs- und Wartungsprogramme f√ľr (teilweise) veraltete und wartungsempfindliche Anlagen sollte die Produktion optimiert und damit Mehrwert f√ľr das Unternehmen geschaffen werden, insbesondere mit Blick auf Verf√ľgbarkeit, Zuverl√§ssigkeit und Kosten. Anfang 2019 wurden weltweit 24 Standorte ausgew√§hlt, um die Wartungsorganisationen mithilfe externer Berater und eines Train-the-Trainer-Konzepts auf das gew√ľnschte Niveau zu heben.

Projektteam unterzieht Abläufe im Werk einem intensiven Audit und Datenanalysen

Der Interim Manager agierte in diesem Projekt als freier Mitarbeiter einer niederländischen Beratungsfirma. Das Team entwickelte ein Train-the-Trainer-Konzept, mit dem die Mitarbeiter der ausgewählten Zweigstellen in mehreren Schritten (4 Phasen) qualifiziert werden sollen. Das Werk in Deutschland war eines der Ersten, das intensiv angegangen wurde. Der Interim Manager war 9 Monate lang als Vollzeit-Coach im Unternehmen tätig.

Zu Beginn des Mandats bildete er ein Team, in dem Vertreter aller Unternehmensbereiche (vom Management bis hin zu Maschinenbedienern) sowie Spezialisten der Muttergesellschaft und der Projektleiter der Beraterfirma vertreten waren. Gemeinsam unterzogen die Teammitglieder die Abläufe im Werk einem intensiven Audit. Datenanalysen und viele Gespräche auf allen Ebenen der Organisation rundeten das Bild ab.

Anschlie√üend trug der Interim Manager ma√ügeblich dazu bei, eine Roadmap mit Zeitplan f√ľr die Umsetzung des Projektes zu erstellen. Der Fahrplan wurde zun√§chst mit einem Horizont von 12 Monaten in 3 Zyklen von 4 Monaten unterteilt. Jede Woche findet eine einst√ľndige Auswertung der Fortschritte statt. Die Evaluationen sind kurz und auf den Punkt gebracht. F√ľr Berichte √ľber Ergebnisse, Hindernisse und Fortschritte stehen Standards zur Verf√ľgung, die einfach und schnell in Key Performance Indikatoren (KPI) umgewandelt werden k√∂nnen.

Mechaniker und Maschinenbediener tragen wesentlichen zu großen Verbesserungen bei

Bald nach Beginn des Projekts stellten sich die Daten aus Produktion und Wartung als weniger vollst√§ndig und zuverl√§ssig heraus als urspr√ľnglich angenommen. Daher verwendete das Projektteam viel Zeit auf das Sammeln von Daten und Informationen im Betrieb. Dieser vermeintliche Nachteil erwies sich bald als Vorteil. Da der Interim Manager und andere Mitglieder des Projektteams viel in der Werkstatt mit den Mechanikern und Maschinendienern sprachen, nahm die Beteiligung dieser Mitarbeiter sprunghaft zu. Die Mitarbeiter erfuhren die Wertsch√§tzung, die sie verdienen und waren entsprechend motiviert bei der Sache. Sie lieferten eine F√ľlle von Informationen, halfen dabei, am Arbeitsplatz Engp√§sse zu identifizieren und unterst√ľtzten das Projektteam dabei, L√∂sungen zu erarbeiten und umzusetzen.

Effektivität der Produktionslinien innerhalb von 9 Monaten um 60 Prozent gesteigert

Es waren vor allem die vielen kleinen Verbesserungen, die Verf√ľgbarkeit, Zuverl√§ssigkeit, Produktionskapazit√§t und Qualit√§t in gro√üen Schritten auf ein deutlich h√∂heres Niveau hoben. Ohne gro√üe Investitionen konnte das Projektteam die Effektivit√§t der wichtigsten Produktionslinien innerhalb von 9 Monaten um 60 Prozent verbessern. Die technische Verf√ľgbarkeit der Anlagen wuchs von 50 auf mehr als 80 Prozent.

Auf diese Weise kann das Werk in der gleichen oder sogar in k√ľrzerer Zeit mehr produzieren. Mehrwert entsteht aber auch durch weniger √úberstunden am Wochenende sowie die gestiegene Motivation der Mitarbeiter, die das Ergebnis der Optimierung v√∂llig zu Recht auch als ihren Erfolg betrachten.

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Tanja Esmyol - Senior Consultant Deutsche Interim AG

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Senior Consultant | Prokurist

Stefan Gebel

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