PROJEKTBERICHT

Optimierung des Lagerbestandes in schnell wachsendem E-Commerce

ERP-System | Demand & Inventory Planning | Supply Planning

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Das Projekt in Stichworten:

  • Organisation f├╝r Demand und Inventory Planning sowie Supply Planning entwickelt
  • Lastenheft f├╝r ERP-Software in Form einer Cloud-L├Âsung erstellt und umgesetzt
  • Deutliche Verbesserung der Lagerbestandszahlen und Lieferzeiten herbeigef├╝hrt
  • Kapazit├Ątsauslastung des Lagers erh├Âht sich um mehr als 20 Prozent

Ein Unternehmen im Direktverkauf und E-Commerce wuchs jedes Jahr best├Ąndig um 30 Prozent. Durch fortlaufende Neueinstellungen und veraltete Systeme wurden die Prozesse immer h├Ąufiger strapaziert. Es fehlte an Genauigkeit und Transparenz. Die Wachstumsziele wurden nur unter hohem Aufwand und Kosten erreicht. Die Absicherung der Bedarfsschwankungen erfolgte in den Regionen anhand von zus├Ątzlichen Endprodukten. Bestellungen konnten nur alle zwei Wochen erstellt werden.

In dieser Situation ├╝bernahm der Interim Manager die Aufgabe, ein weltweites System f├╝r Enterprise Resource Planning einzuf├╝hren. Das ERP-System sollte erm├Âglichen, die Kosten in Relation zum Umsatz zu senken und dabei das Wachstum nicht zu gef├Ąhrden.

Neue Organisation f├╝r Demand und Inventory Planning sowie Supply Planning entwickelt

Nach einer Analyse der IST-Situation mit den entsprechenden Kennzahlen (KPI) organisierte der Interim Manager in einem ersten Schritt die Verantwortlichkeiten neu. Bisher waren alle T├Ątigkeiten zentral gelagert. In der neuen Organisation wurde das Demand und Inventory Planning an die Regionen abgegeben. Das Supply Planning f├╝r den Einkauf blieb zentral vor Ort, w├Ąhrend das Supply Planning f├╝r die Fabrik in Asien dorthin verlagert wurde.

In einem zweiten Schritt wurden die Rollen und Verantwortlichkeiten in der neuen Organisation definiert und nach den Vorgaben des Interim Managers besetzt. Im dritten Schritt wurden alle betroffenen Angestellten und Abteilungsleiter zu einem Treffen eingeladen, um sich gegenseitig kennenzulernen und die zuk├╝nftigen Prozesse zu definieren sowie das Lastenheft f├╝r die Software zu erstellen. Dabei wurde ber├╝cksichtigt, welche Schritte in einer ersten Phase der Umsetzung realisierbar sind.

Lastenheft f├╝r ERP-Software in Form einer Cloud-L├Âsung erstellt und umgesetzt

Im vierten Schritt wurde anhand des Listenhefts und des einer Gewichtung f├╝r die einzelnen Bereiche (Funktionalit├Ąt, Bedienung, IT-Architektur) die Software in Form einer Cloud-L├Âsung verhandelt und ausgew├Ąhlt. Im Anschluss daran erstellte der Interim Manager einen Projektplan und setzte ihn mit dem Projektteam um. Als Leitfaden dienten die Kennzahlen.

Deutliche Verbesserung der Lagerbestandszahlen und Lieferzeiten herbeigef├╝hrt

Die Verbesserungen des Interim Managers ergaben positive Resultate in mehrfacher Hinsicht. Anstatt eines Demand-Plans auf Kategorie-Ebene konnte man jetzt die einzelnen Produkte und Materialien planen. Das volatilste Produkt in der Gruppe f├╝hrte nicht mehr zu einer h├Âheren Lagerhaltung der ganzen Produktgruppe.

Das ERP-System verbesserte die Forecastgenauigkeit: So lie├čen sich die Sicherheitsbest├Ąnde reduzieren. Anhand der integrierten Planung konnten gro├če Teile der Sicherheitsbest├Ąnde an den Anfang der Lieferkette in Materialien anstatt in Fertigprodukte eingebaut werden. Auf diese Weise wurden in den ersten 6 Monaten 2 Millionen Dollar eingespart.

Die Bestellzyklen wurden um eine Woche verringert und konnten bei Bedarf auch t├Ąglich ausgef├╝hrt werden. Einf├╝hrungsprofile bei Neuprodukteinf├╝hrungen in Zusammenhang mit neuen Prozessen ergaben eine Verbesserung der Forecastgenauigkeit dieser Produkte um 50 Prozent und eine Ersparnis von 250.000 Dollar. Auch Marketingzahlen lie├čen sich mit dem neuen ERP-System viel leichter mit einbeziehen. Die Kommunikation verbesserte sich aufgrund einer gemeinsamen Diskussionsgrundlage.

Kapazit├Ątsauslastung des Lagers erh├Âht sich um mehr als 20 Prozent

Die Transparenz f├╝hrte zudem zu einer besseren Entscheidungsfindung in anderen Bereichen des Unternehmens. Die Finanzplanung verbesserte sich dank der besseren Vorhersagen um 1 Prozent. Potenzielle Nichtverf├╝gbarkeiten von Produkten wurde fr├╝her erkannt und Korrekturma├čnahmen eingeleitet. Die Erfolgsmessung von Aktionen verbesserte die Marketingzahlen um 30 Prozent.

Die Kapazit├Ątsauslastung des Lagers erh├Âhte sich um mehr als 20 Prozent durch verbesserte Ausnutzung der Pallettenmessgr├Â├čen. Und die Angleichung der Pallettengr├Â├čen durch die Lieferkette optimierte die Containerauslastung (weniger LCL Lieferungen). Die Frachtkosten sanken um 12 Prozent. Der Servicelevel blieb ├╝ber die gesamte Zeit bei fast genau 100 Prozent.

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Christoph Domhardt

Christoph Domhardt

Senior Consultant | Prokurist

Tanja Esmyol - Senior Consultant Deutsche Interim AG

Tanja Esmyol

Senior Consultant

Stefan Gebel

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