Produktion von Pneumatik-Dichtungen saniert

Renditeverbesserung – Portfolio-Analyse - Restrukturierung

Ein Unternehmen für die Produktion von Dichtungen zur Anwendung in der Pneumatik (Industrie und Automotive) verzeichnete trotz stabiler Produktionsbedingungen über längere Zeit einen negativen Trend bei den Ergebnissen. Der Interim Manager wurde beauftragt, um die Situation zu analysieren und ein Restrukturierungsprogramm aufzusetzen. Die Aufgabe bestand darin, die Geschäftsprozesse sinnvoll zu verschlanken und dem Unternehmen eine aktivere Rolle in der Marktbearbeitung zu ermöglichen. Dabei ging es ausdrücklich nicht darum, über Personalabbau kurzfristige Renditeverbesserungen zu Lasten strategischer Erfolgsfaktoren zu realisieren.

Portfolioanalysen und Masterplan entwickelt

Nach einer Bestandsaufnahme erarbeitete der Interim Manager in Zusammenarbeit mit Teams aus dem Unternehmen mehrere Portfolio-Analysen. Zeitgleich lief die Aufarbeitung vorliegender Reklamationsfälle. Der Interim Manager erstellte einen Masterplan „Sanierung“ einschließlich der Priorisierung sämtlicher Aktivitäten. Zudem wurden die vorliegenden Standardkosten einer Prüfung und einer nachfolgenden Aktualisierung unterzogen. Der Masterplan wurde mit dem Betriebsrat abgestimmt. Zudem initialisierte der Interim Manager  Zielvereinbarungen für das Führungsteam der Business Unit, die es bislang nicht gegeben hatte.

Deutlich höhere Preise bei Kunden durchgesetzt

Die Portfolio-Analysen ergaben, dass die Preise für einzelnen Produkte – insbesondere bei Großkunden – schon seit Jahren nicht mehr angepasst worden waren. Sie deckten mitunter kaum die in der Zwischenzeit erheblich gestiegenen Materialkosten. Der Interim Manager führte daraufhin Eskalationsverhandlungen mit diesen Großkunden und konnte dabei deutliche Preisverbesserungen durchsetzen.  

Taskforce für Artikelsanierung gebildet

Für besonders reklamationsanfällige Artikelgruppen wurde eine Taskforce gebildet. Die neugegründete Arbeitsgruppe „Business Development“ befasste sich mit der Entwicklung neuartiger Dichtungskonzept. Für die technische und wirtschaftliche „Artikelsanierung“ wurde eine detaillierte Vorgehensweise entwickelt. Daraus hat der Interim Manager eine Richtlinie für Artikelkalkulationen abgeleitet..

Planungsmethodik und Kommunikationskultur verbessert

Unter Leitung des Interim Managers entwickelten die Teams ferner eine neue Planungsmethodik. Mit der neuen Herangehensweise lassen sich anstehende strategische Planungen optimal mit der folgenden operativen Planung verknüpfen. Zeitgleich erarbeitete der Interim Manager ein Sanierungsberichtswesen, das in monatlichen Business Reviews als „roter Faden“ verwendet wird.

Zum Gelingen des Projektes trug bei, dass der Interim Manager mit allen Beteiligten eine offene Kommunikationskultur pflegte. Die galt insbesondere für den Betriebsrat, den er wenigstens monatlich ausführlich ins Bild setzte – und dass nicht nur über die personalrelevanten Projekte.

Geschäftsergebnis wächst über das Planergebnis hinaus

Während der ersten 6 Monate des Projekts zeigte sich bei den Ergebnissen keine Trendwende. Dem Auftraggeber ist ausdrücklich dafür zu danken, dass er diese Anlaufhemmung bei Sanierungsprojekten berücksichtigte. In den zweiten 6 Monaten nach Projektbeginn verbesserten sich die Ergebnisse deutlich. Am Ende des Gesamtjahres (= Kalenderjahr) hatte das Unternehmen ein Ergebnis erwirtschaftet, das deutlich über dem Planergebnis lag. In Zahlen: Die Umsätze verbesserten sich von 16 Mio. € auf 18 Mio. €, während das Ergebnis von minus 2 Mio. € auf plus 1,5 Mio. € stieg.

Das Projekt in Stichworten:

  • Produktion von Pneumatik-Dichtungen saniert
  • Portfolioanalysen und Masterplan entwickelt
  • Deutlich höhere Preise bei Kunden durchgesetzt
  • Taskforce für Artikelsanierung gebildet
  • Planungsmethodik und Kommunikationskultur verbessert
  • Geschäftsergebnis wächst über das Planergebnis hinaus