Verlagerung von Fertigungsanlagen bei laufender Produktion

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Ein deutscher Automotive-Zulieferer hatte einen Fertigungsbereich ins Ausland verkauft. Am Standort der alten Anlage sollte eine neue Produktion entstehen. Der Interim Manager wurde beauftragt, die Verlagerung von mehreren Anlagen des alten Fertigungsbereichs zu managen.

Der Auftraggeber ist ein mittelständischer Automobilzulieferer mit 700 Mitarbeitern. Das Unternehmen in der Nähe von Passau erwirtschaftet einen Umsatz von 200 Mio. Euro. Vor dem Mandat für die Verlagerung der Fertigungsanlagen hatte der Interim Manager bereits an den Verkaufsverhandlungen und der Vertragsgestaltung mitgewirkt.

Abbau bei laufendem Betrieb ohne Störung der sonstigen Produktion

Zu den Herausforderungen des Projektes zählte, dass der Abbau der verkauften Anlagen die anderen Produktionsabläufe am Standort nicht beeinträchtigte. Ein besonderes Augenmerk lag darauf, die Logistikabläufe nicht zu unterbrechen. Zu den Hürden gehörte außerdem, dass auf dem Gelände kaum Lagerplatz zur Verfügung stand. Gleichzeitig war es aber wirtschaftlich sinnvoll, die Verlagerung in großen Teilschritten zu planen.

Detaillierterten Terminplan für Verlagerung erstellt und abgestimmt

Der Interim Manager stellte mit einer ausgeklügelten Planung der Abbauarbeiten und der Abfuhrlogistik sicher, dass die fortlaufende Produktion nicht unterbrochen wurde. Er entwarf einen detaillierten Terminplan und stimmte diesen mit allen Beteiligten ab. Dazu zählten insbesondere Fertigung und Logistik des Auftraggebers sowie das mit dem Transport beauftragte Unternehmen. Der Interim Manager übernahm darüber hinaus die komplette Kommunikation über das Projekt nach innen und außen, da viele Beteiligte beim Auftraggeber keine ausreichenden Englischkenntnisse besaßen.

Alle geplanten Anlagen und eine weitere Anlage konnten termingerecht verlagert werden. Das Fundament wurde innerhalb des vorgegebenen Zeitplans geschlossen. Daher konnten die neu eintreffenden Anlagen ohne Verzögerung aufgestellt werden. Weitere Anlagen sollen im Dezember 2019 oder Januar 2020 verlagert werden.

Produktivitätsschub durch Einsatz von Rüsthelfern initiiert

In einem zusätzlichen Projekt bei diesem Auftraggeber initiierte der Interim Manager einen Produktivitätsschub in einem anderen Produktionsbereich. Seine Analyse der Produktionsprozesse hatte ergeben, dass sich die Maschinen-Rüstzeiten durch den Einsatz eines Rüsthelfers pro Schicht um 50 Prozent reduzieren ließen. Damit stieg die Produktivität des Bereichs um bis zu 5 Prozent.

Das Projekt in Stichworten

  • Verlagerung von Fertigungsanlagen bei laufender Produktion
  • Abbau bei laufendem Betrieb ohne Störung der sonstigen Produktion
  • Detaillierterten Terminplan für Verlagerung erstellt und abgestimmt
  • Produktivitätsschub durch Einsatz von Rüsthelfern initiiert