Produktionsleiter bei insolventem Automotive-Zulieferer

Interim-Werksleiter | Produktionsleiter | Automotive-Zulieferer

Der Interim Manager wurde 2018 von einem Insolvenzverwalter engagiert, um die Produktion bei einem süddeutschen Automotive-Zulieferer aus der Krise zu führen. Besondere Brisanz hatte das Mandat, weil das insolvente Unternehmen als Tier-1-Lieferant eines Original Equipment Manufacturers (OEM) relevanter Bestandteil in der Lieferkette eines weltweit tätigen Fahrzeugherstellers ist. Zudem machte das Unternehmen 90 Prozent des Umsatzes mit dem OEM. Weitere Probleme in der Produktion oder Lieferkette hätten also den Erfolg des Insolvenzverfahrens beträchtlich erschwert. Im Ergebnis konnte der Interim Manager als verantwortlicher Interim-Produktionsleiter wesentlich zu einem Ausbau der Produktion beitragen.

Werksleitung vor drohendem Bandabriss übernommen

Der Interim Manager übernahm die Werksleitung zu einem Zeitpunkt, als dem Unternehmen bereits der Bandabriss – also der Stillstand der Produktion – drohte. Die Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber des Unternehmens war sehr angespannt, weil auch diesem Unternehmen durch die nicht frist- und/oder qualitätsgerechte Zulieferung Produktionsausfälle drohten. Das insolvente Unternehmen hatte die zugesagten Liefermengen zuvor wiederholt um mehr als 50 Prozent unterschritten.

Produktion deutlich ausgeweitet

Der Interim Manager stellte innerhalb von kürzester Zeit sicher, dass zunächst die zugesagte Auslieferung von 55 Fahrzeugkompomenten pro Tag tatsächlich geleistet werden konnte. Darüber hinaus steigerte er die Produktion innerhalb von 8 Wochen auf einen Ausstoß von 70 Komponenten pro Tag.

Die Erhöhung der Produktionsmengen stellte der Interim Manager durch verstärkten Personaleinsatz und eine höhere Schichtanzahl sicher. Zu Beginn des Interim Mandates beschäftigte das Unternehmen im 2-Schicht-Betrieb 120 eigene und 100 Projekt- und Leiharbeitskräfte. Im Laufe des Mandates wuchs die Beschäftigtenzahl insbesondere durch den Einsatz von Leiharbeitskräften an Wochenenden auf insgesamt 400 Beschäftigte. Die Zahl der Schichten wurden von 10 auf 18 pro Woche in einem 3-Schicht-Modell hochgefahren.

Produktionsmanagement unter erschwerten Bedingungen

Zu den besonderen Herausforderungen des Interim Mandates zählten unter anderem:

  • Riskmanager des OEM-Unternehmens waren zum Zulieferer entsandt worden, da durch die Unzuverlässigkeit des Zulieferers auch dem Auftraggeber der Bandstillstand drohte. In täglichen Konferenzen mussten die Kundenvertreter von der neu gewonnenen Leistungsfähigkeit des Zulieferers überzeugt werden.
  • Die sehr langen Arbeitszeiten forderten Führungskräften und Belegschaften sowie den Leiharbeitenden viel ab. Der Interim Manager war wesentlich daran beteiligt, die sich daraus ergebende Konflikte im Sinne einer konstuktiven Lösung zu moderieren. Er stellte ferner sicher, dass die Arbeitszeiten den gesetzlichen Vorgaben genügten.

Produktivität nachhaltig gesteigert

Gleichzeitig durchleuchete der Interim-Werksleiter gemeinsam mit Führungskräften und Beschäftigten alle Prozese, um die Produktivität nachhaltig zu steigern. Dies gelang vor allem, indem die Produktionsprozesse entrümpelt und gestrafft wurden.

Der Interim Manager ordnete außerdem wesentliche Teile des Qualitätsmanagements in der Produktion neu. Er führte dokumentierte Werkerselbstkontrollen und bereichsübergreifende Quality-Gates ein, um mögliche Fehlerquellen früh zu identifizieren und ggfs. abstellen zu können. Dabei wurden eigene Qualitätsmanager sowie Dienstleister eingesetzt. Externe wurden nach und nach ausgesteuert, wenn die Prozesse nachhaltig liefen.

Zudem organisierte der Interim Manager Unterstützung für die Mitarbeiter, die in ihren Teams Probleme hatten.

Erfolgreiche Tätigkeit als Werksleiter

Der Interim Manager erreichte alle für das Mandat definierten Ziele. Es gab keinen Bandstillstand - und eine lobende Erwähnung im Quartalsbericht des Kunden. Alle wichtigen Mitarbeiter konnten trotz der schwierigen Anfangsphase in der Firma gehalten werden. Inzwischen ist das insolvente Unternehmen erfolgreich veräußert.

Im Zuge des Mandates gelang es dem Interim-Werksleiter, den Teilepreis durch geschickte Verhandlungen erheblich nachzubessern. Die entsprechenden Gesrpäche waren zuvor ins Stocken geraten und die Beteiligten wollten zunächst nicht mehr miteinander reden. Mit der Preiserhöhung trug der Interim Werksleiter dazu bei, auch in der Insolvenz noch erheblich zu verdienen, um die Gläubiger entsprechend bedienen zu können

ZUM INTERIM MANAGER:
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Interim Manager 1104

Interim Manager Werksleitung

mit Automotive-Zulieferindustrie Expertise

BRANCHEN

Produktion - Kraftfahrzeugbau und Zulieferer, Produktion - Maschinen- und Anlagenbau

STATIONEN

MAGNA, Polynorm GRAU, Schuler CARTEC, ThyssenKrupp Nothelfer, Läpple, Jaguar LandRover, AMG

QUALIFIKATIONEN

25 Jahre Automotive-Erfahrung, Betriebsschlosser, Industriemechaniker, Machinenbautechniker, DGQ-Qualitätsassistent und DGQ-Schein, CATIA V5

BESONDERE SCHWERPUNKTE

  • Interim Werksleiter (Produktionsleiter) Automotive-Zulieferer
  • Systematische Werksanalyse
  • Expertise in der Blechumformung

Der Interim Manager arbeitet seit 2016 erfolgreich als Produktions- und Werksleiter auf Zeit sowie als Lieferantenmanager und Vertriebsleiter. Zuvor war er unter anderem als Projektleiter und stellvertretender Geschäftsführer tätig. Der Interim Manager verfügt über mehr als 25 Jahre Berufserfahrung in der Automotive-Zulieferindustrie - und hier vor allem im Anlagenbau und Werkzeugbau.

Der Interim Manager ist in der Lage, die Produktion in Werken von Automotive-Zulieferern systematisch und effizient zu analysieren. Dabei kommt ihm seine ausgezeichnete Expertise in der allgemeinen Blechumformung zugute.

Seine Stärken kommen als Werksleiter oder Produktionsleiter am besten zur Geltung. Er ist entscheidungsfreudig, belastbar und kreativ. Auch unter schwierigen Bedingungen behält er das Ziel im Auge. Das gilt auch dann, wenn „unschöne Entscheidungen“ zu treffen sind.

Darüber hinaus verfügt der Interim Manager über die Fähigkeit, Führungskräfte und Belegschaften in Veränderungsprozessen mitzunehmen. Sein Kommunikationsstil ist jederzeit verbindlich und transparent. Um ans Ziel zu gelangen, ist ihm kein Weg zu weit. Besonders reizt es ihn, totgeglaubte Projekte wieder zum Leben zu erwecken.

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