Interim Personalleiter bei Tier-1 Autozulieferer in der Slowakei

Employer Branding | Arbeitnehmerüberlassung | Managementtraining

Auftraggeber für den HR Interim Manager war ein Tier-1 Autozulieferer. Das Unternehmen betreibt in der Nähe von Nitra in der Slowakei ein Produktionswerk mit ca. 1.200 FTE. Nitra ist eine Stadt im Herzen der slowakischen Autoproduktion. Im Umkreis von 200 km befinden sich 7 Autowerke in der Slowakei, Tschechien und Ungarn.

Zum Zeitpunkt der Auftragsvergabe waren 120 der etwa 1.000 Stellen im Werk nicht besetzt. Ein weiteres Wachstum dieses Werkes war so nicht möglich. Auch war die Fluktuation unter den Mitarbeitern an den Montagebändern mit ca. 25 Prozent vergleichsweise hoch. Das bedingte für die lokale HR-Struktur eine enorme Belastung. Recruiting war das dominante Thema und blockierte viele interne Ressourcen. Dazu kam, dass es in der HR-Organisation keine klare Aufteilung der Rollen gab.

Die Herausforderung für den Interim Manager war also mehrdimensional:

  • Neue Kanäle für neue Mitarbeiter finden
  • Fluktuation unter den Mitarbeitern senken
  • HR-Struktur so anpassen, dass Rollen definiert und die Struktur in die internationale HR Shared Services Struktur integriert wird

Mehr Stellen besetzt durch Employer Branding und Arbeitnehmerüberlassung

Auf dem Arbeitsmarkt in der Slowakei - vor allem in der Region Nitra - herrscht weitgehend Vollbeschäftigung. Gesucht sind vor allem Arbeiter für die Montagebänder. Im Juni 2018 herrschte in der Region Nitra eine Arbeitslosenrate von 2,3 Prozent. Allerdings begann im Herbst 2018 die Produktion in einem großen Autowerk und unzähliger Zulieferer in Nitra. Dies verschärfte die Lage dramatisch.

Employer Branding auf Stellenportal verbessert

Um neue Mitarbeiter zu gewinnen, verbesserte der Interim Manager zunächst das Employer Branding des Unternehmens. Der Firmenauftritt auf dem führenden slowakischen Jobportal wurde grundlegend überarbeitet und modernisiert. Das Feedback qualifizierter Arbeitskräfte auf den verbesserten Auftritt was messbar positiv.         

Arbeitnehmerüberlassung erfolgreich neu aufgestellt

Das Recruiting von Monteuren in der slowakischen Automobilindustrie basiert weitgehend auf Arbeitnehmerüberlassungen. Da es viele Anbieter in der Slowakei gibt, suchte der Interim Manager einen Weg, um die Komplexität der gleichzeitigen Zusammenarbeit mit mehreren Arbeitnehmerüberlassern zu minimieren. Die Lösung war ein „Master-Vendor-Agreement“. Dabei wurde ein Anbieter beauftragt, im Namen des Auftraggebers Anbieter zu kontaktieren und die Zusammenarbeit zu steuern.

Zahl der Full-Time-Equivalente um 20 Prozent auf 1.200 FTE gesteigert

Mit den Lösungen des Interim Managers stieg die Anzahl der neuen Mitarbeiter rasant an. In kurzer Zeit konnte die Zahl der Full-Time-Equivalente um 20 Prozent auf 1.200 FTE gesteigert werden. Aufgrund der durch hohe Fluktuation nötigen Nachbesetzungen, war die Anzahl der tatsächlich rekrutierten Mitarbeiter um ein Vielfaches höher. Der Interim Manager und die 3 Mitarbeiter der HR-Abteilung des Unternehmens bewegten während des 10 Monate währenden Mandates insgesamt fast 6.000 Mitarbeitende. Umso wichtiger war es für die HR-Organisation, dass der Aufwand zur Verwaltung der neuen Mitarbeiter begrenzt blieb.

Nichtsdestotrotz wurde die HR-Abteilung folgerichtig um einen Mitarbeiter ergänzt. Dieser Mitarbeiter verstärkt zunächst das Recruiting, soll aber mittelfristig in die Generalistenrolle hineinwachsen, um das Team insgesamt aktiv zu unterstützen.

Fluktuation durch Schulung der Führungskräfte vermindert

Als Hauptgründe für die Fluktuation identifizierte der Interim Manager die fehlende Führungsqualität der Meister in der Produktion und das relativ schlechte Image der Firma in der Umgebung. Auch hatten sich die neuen Mitarbeiter beschwert, das Einführungstraining zu Arbeitsbeginn sei mangelhaft und die Führungskräfte widmeten der Schulung neuer Mitarbeiter zu wenig Zeit.

Managementtraining für die Meister

Daher entwickelte der HR Manager ein Managementtraining für die Meister. Hauptbestandteile dieses Programmes waren wertschätzende Kommunikation, bessere Konfliktfähigkeit und machbare Zielvorgaben. Zum Ende des Interim Mandates waren die Planungen so weit gediehen, dass alle Meister und Vorarbeiter in der Produktion vom Frühjahr an geschult werden konnten.

Um das Training zu verbessern, wurde ein Trainingszentrum für technische Trainings gestartet. Hier werden neue Mitarbeiter geschult oder neue Arbeitsabläufe eingeübt.

Soziale Aktivitäten zur Imageverbesserung des Unternehmens konzipiert

Um den Ruf des Unternehmens zu verbessern, regte der Interim Manager soziale Aktivitäten der Mitarbeiter in umliegenden Städten und Gemeinden an. Geplant waren beispielsweise die Renovierung eines Kindergartens und ein Tag der offenen Tür im Werk. Über diese Aktivitäten sollte dann in lokalen Medien und auf der Firmen-Facebook-Seite kommuniziert werden. Nach einem Wechsel im Management wurde die Entscheidung über die Umsetzung dieser Vorschläge auf die Zeit nach dem Interim Mandat vertagt.

Schnittstellen für Shared-Services-Struktur definiert

Das Mutter-Unternehmen hatte über mehrere Jahre eine weltweite Shared-Services-Struktur eingeführt. In der Slowakei wurde diese Struktur aber nur teilweise gelebt. Es gab Generalisten und die Abrechnung, die Schnittstellen waren nicht klar definiert. Hier definierte der Interim Manager klare Prozesse, die eine zukunftsfeste Ausrichtung der Zusammenarbeit in der Shared-Services-Struktur erlauben.

Das Projekt in Stichworten:

  • Interim Personalleiter bei Tier-1 Autozulieferer in der Slowakei
  • Employer Branding auf Stellenportal verbessert
  • Arbeitnehmerüberlassung erfolgreich neu aufgestellt
  • Zahl der Full-Time-Equivalente um 20 Prozent auf 1.200 FTE gesteigert
  • Fluktuation durch Schulung der Führungskräfte vermindert
  • Managementtraining für die Meister in der Produktion
  • Soziale Aktivitäten zur Imageverbesserung des Unternehmens konzipiert
  • Schnittstellen für Shared-Services-Struktur definiert
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Interim Manager 2808

HR Generalist für Führungsaufgaben

mit bester CEE-Erfahrung

BRANCHEN

Energie & Umwelt, Telekommunikation, IT, Automotive, Finanzen

STATIONEN

RWE, Unicredit, Novartis, Ecolab, Staedtler, Kongsberg Automotive

QUALIFIKATIONEN

internationale Führungserfahrung als Senior Manager, Studium der Internationalen Betriebswirtschaftslehre, Zusatzausbildung Projektmanagement, IT-Kenntnisse: SAP-HCM, Successfactors, Workday: Deutsch, Englisch, Tschechisch, Slowakisch, Ungarisch

BESONDERE SCHWERPUNKTE

  • Aufbau und Entwicklung von HR-Strukturen und Prozessen
  • Beratung und Einführung von HR-IT-Lösungen wie Successfactors, Workday…
  • Strategisches Recruiting

Der Interim Manager ist ein HR Generalist, der in seinen Projekten als Interim Personalleiter, HR Manager oder HR Business Partner fungiert. Ob strategische HR-Konzepte oder operativer Alltag: Er findet sich schnell in Aufgabenstellungen hinein und überzeugt durch tragfähige Lösungen und motivierendes Engagement. Der Interim Manager verfügt nach Projekten in Tschechien, Ungarn und der Slowakei über beste Markt- und Kulturkenntnisse in Zentralosteuropa (CEE).

Seine konzeptionelle Stärke belegt der Interim Manager mit erfolgreichen Changeprojekten. Er verfügt über ausgezeichnete Kompetenz von Human Resources-Informationssystemen wie SAP-HCM, Successfactors oder Workday. Zu seinen inhaltlichen Schwerpunkten zählen ferner Talent-Management, Employer Branding und strategisches Recruiting.

In Interim Mandaten hat er beispielsweise die Integration eines Hamburger Unternehmens in eine niederländische Firmengruppe begleitet oder die fachliche Beratung eines Kunden bei der Auswahl einer neuen globalen HR-Software-Lösung geleistet.

Nach einem Studium der Internationalen Betriebswirtschaftslehre ist der Interim Manager seit 2002 im HR-Bereich tätig. In seiner letzten Station war er Senior Manager für Talent- und Organisationsentwicklung bei einem globalen Pharma-Konzern. Sein Verantwortungsbereich umfasste Österreich und 17 weitere Länder in Mittel- und Osteuropa. Davor war er unter anderem HR Business Partner für Central Eastern Europe (CEE) in einer internationalen Bank, zunächst in Wien, dann im Rahmen eines Integrationsprojektes auch in Prag und Bratislava. In Prag steuerte der Interim Manager ein großes Restrukturierungs- und Integrationsprojekt für einen Energieversorger. Dazu gehörte unter anderem der Aufbau eines Shared-Service-Centers.

Der Interim Manager verfügt über breite Branchenerfahrung. Dazu zählen Energieversorgung, IT/Telekom, Pharma, Offshore-Wind, Automobilzulieferer und der Finanzbereich.

Der Interim Manager ist davon überzeugt, dass er nur erfolgreich sein kann, wenn er schnell eine gute Beziehung mit den Kolleginnen und Kollegen des Kunden aufbaut. Entsprechend nahbar ist sein Arbeits- und Führungsstil. Er erkennt geschriebene und ungeschriebene Regeln und Abläufe – und ändert, was im Sinne des Mandates ist.

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