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PROJEKTBERICHT

Projektleiter Restrukturierung und Sanierung im Maschinen- und Anlagenbau

Krisenmanagement | Restrukturierung | Sanierung

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Das Projekt in Stichworten:

  • Projektleiter Restrukturierung und Sanierung im Maschinen- und Anlagenbau
  • Sanierungsplan mit Ausgliederungen und Zusammenlegungen erarbeitet
  • Verhandlungen ├╝ber Interessenausgleich, Sozialplan und Transfergesellschaft
  • Betriebsrat verweigert innerbetriebliche Einigung ÔÇô Einigungsstelle eingeschaltet
  • Auftraggeber vertagt Entscheidung ├╝ber den konkreten Weg des Stellenabbaus

Der Interim Manager ├╝bernahm bei einem Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus die Verantwortung f├╝r die Restrukturierung und Sanierung von einem der beiden Standorte im S├╝dwesten Deutschlands. Eine der wesentlichen Aufgaben war die Anpassung des Personalumfangs an den aktuellen Gesch├Ąftsumfang.

Sanierungsplan mit Ausgliederungen und Zusammenlegungen erarbeitet

Der Gesch├Ąftsumfang des Standortes hatte sich seit Jahren verringert. Schon seit 6 Jahren musste die Muttergesellschaft ├╝ber einen Ergebnisabf├╝hrungsvertrag j├Ąhrliche Verluste zwischen 2 und 3,5 Mio. ÔéČ ausgleichen. Die Hauptgr├╝nde f├╝r die Verluste lagen in einer langj├Ąhrigen Vernachl├Ąssigung der Produktpalette, in einem ineffizienten Innovations- und Projektmanagement, in ungel├Âsten Prozess- und Organisationsproblemen sowie in einer unzureichenden Kommunikation mit den Bestandskunden.

Der Interim Manager erarbeitete gemeinsam mit den F├╝hrungskr├Ąften einen Sanierungsplan, bei dem es im Kern um 4 Bereiche ging:

  • Fertigung und Montage weitestgehend zu Schwestergesellschaften in L├Ąndern mit deutlich niedrigerer Lohnh├Âhe verlagern
  • Ersatzteillager des Standortes mit dem Ersatzteillager der Muttergesellschaft zusammenlegen
  • Kaufm├Ąnnischen Bereich auf einen Standort konzentrieren
  • Mitarbeiterzahl von mehr als 200 auf ann├Ąhernd 130 reduzieren.

Verhandlungen ├╝ber Interessenausgleich, Sozialplan und Transfergesellschaft

Die Verhandlungen mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft kamen nur schwer in Gang. Das lag unter anderem daran, dass h├Ąufig wechselnde Gesch├Ąftsf├╝hrungen in den vergangenen Jahren regelm├Ą├čig betont hatten, dass der Standort und seine Belegschaft ungeachtet der Gesch├Ąftsentwicklung insgesamt nicht in zur Disposition st├╝nden. Es stellte sich als schwer ├╝berwindbare H├╝rde heraus, den Betriebsrat mit der Begr├╝ndung abzuholen, dass der Gesellschafter nicht weiter bereit sei, die j├Ąhrlich auflaufenden Verluste zu decken.

Betriebsrat verweigert innerbetriebliche Einigung ÔÇô Einigungsstelle eingeschaltet

Die beabsichtigte Personalreduzierung belief sich auf 70 Mitarbeiter/innen. 20 von ihnen sollten das Unternehmen ├╝ber ein vorgezogenes Freiwilligenprogramm inklusive eines vom Arbeitgeber finanzierten vorzeitigen Renteneintritts verlassen. 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollte betriebsbedingt gek├╝ndigt werden. Der Betriebsrat hingegen forderte eine fortw├Ąhrende ÔÇô und sozialrechtlich fragw├╝rdige ÔÇô Kurzarbeitsregelung anstelle der umfassenden Restrukturierung des Standortes. Diese grunds├Ątzliche Unstimmigkeit lie├č sich auch nicht durch Rechtsgutachten hinsichtlich der vom Betriebsrat angestrebten Kurzarbeitsregelung aufl├Âsen.

Auftraggeber vertagt Entscheidung ├╝ber den konkreten Weg des Stellenabbaus

Da die innerbetriebliche Einigung nicht m├Âglich war, musste der Weg ├╝ber die Einigungsstelle gew├Ąhlt werden. Der Interim Manager leitete aus den f├╝r die innerbetriebliche Einigung vorbereiteten Konzepten (Interessenausgleich und Sozialplan) die daf├╝r ben├Âtigten Dokumente ab. Auf dieser Grundlage best├Ątigte die Einigungsstelle die Nachvollziehbarkeit der unternehmerischen Entscheidung, Personal ├╝ber einen Interessenausgleich abzubauen. Der Arbeitgeber hat daraufhin entschieden, die beabsichtigte Personalreduzierung dennoch auf einem anderen Weg umzusetzen. Zum Mandatsende waren diese Planungen wiederum noch nicht abgeschlossen.

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    Christoph Domhardt

    Christoph Domhardt

    Senior Consultant | Prokurist

    Marlise Stauffer Gesch├Ąftsf├╝hrerin Schweiz

    Marlise Stauffer

    Gesch├Ąftsf├╝hrerin Schweiz