+49 69 173201230
team@deutscheinterim.com
https://www.linkedin.com/company/deutsche-interim-ag/
PROJEKTBERICHT

Global Sourcing für Steuerungselektronik

Lowcost-Countries | Fallbackposition | Kostenreduzierung

352_513_Global_sourcing_Steuerungselektronic_Dachklimaanlagen.jpg

Das Projekt in Stichworten:

  • Ausschreibung für den globalen Markt vorbereitet und Longlist zusammengestellt
  • Kompromiss für die Ziele Kostenreduzierung und Fallbacklösung in Europa gefunden
  • Deutsches Unternehmen mit Produktionseinheit in China erhält den Zuschlag
  • Einsparziele mit einer Reduzierung um 50 Prozent deutlich übertroffen

Das deutsche Werk einer internationalen, schwedischen Firmengruppe mit 6.500 Mitarbeitern stellt Dachklimaanlagen für Trucks und Wohnmobile her. Die Produkte werden sowohl direkt an OEM-Hersteller als auch im Aftermarket vertrieben. Der deutsche Standort hat als Kompetenzcenter für die Entwicklung der Technik die Führung im Konzern. Nun sollte eine neue Steuerungselektronik für die Klimaanlagen entwickelt werden. Der Interim Manager wurde engagiert, um die Kosten der bisher in Deutschland produzierten Steuerungen signifikant zu senken und Skaleneffekte durch die Verlagerung nach Asien, in entsprechende Lowcost-Countries, zu generieren. Gleichzeitig sollte er – für den Fall von Störungen in der Lieferkette – eine Fallbackposition für die Serienproduktion in Europa aufbauen. Das Einsparungsziel wurde mit ca. 33 Prozent vorgegeben.

Ausschreibung für den globalen Markt vorbereitet und Longlist zusammengestellt

Nachdem die Spezifikationen für die nächste Generation der Steuerungselektronik definiert waren, bereitete der Interim Manager die Ausschreibung der Serienproduktion für den globalen Markt vor. Gemeinsam mit dem Engineering identifizierte er potenzielle Lieferanten und erarbeitete das Ausschreibungspaket. So entstand eine Long List nach klar definierten Kriterien und Referenzen. Es war davon auszugehen, dass jeder dieser Anbieter in der Lage war, die Steuerung entsprechend den Spezifikationen zu produzieren. Bei der Ansprache von Lieferanten gab es keine regionalen Restriktionen. Die Unternehmen auf der Long List produzierten in Europa, Asien (Malaysia, Taiwan und VR-China) und in Deutschland.

Kompromiss für die Ziele Kostenreduzierung und Fallbacklösung in Europa gefunden

Innerhalb der Organisation in Deutschland gab es Bedenken, die Serienproduktion ins Ausland zu verlagern, da man mit der Produktion in den Emerging Markets wie China keine Erfahrungen hatte. Andererseits kannte das Unternehmen die Gegebenheiten in Asien, da es seine Handelsprodukte erfolgreich über Jahre von dort importierte.

Die Ergebnisse der Ausschreibung waren eindeutig: Die Materialien der Stückliste (BOM) - sämtlich elektronische Standardbauteile – konnten sowohl in Europa wie in Asien zu Weltmarktpreisen beschafft werden. Die Produktionskosten sprachen hingegen eine andere Sprache. Hier waren die Kosten in Europa deutlich höher als in Asien. Nun galt es einen Kompromiss zu finden, der auf der einen Seite dem Kostenziel gerecht wurde, auf der anderen Seite eine Fallbackposition in Europa realisierte.

Deutsches Unternehmen mit Produktionseinheit in China erhält den Zuschlag

Vor diesem Hintergrund definierte der Interim Manager die infrage kommenden Lieferanten in einer Shortlist. Dabei stach ein namhafter deutscher Hersteller von Steuerungselementen heraus, der in China eine größere Produktionseinheit mit deutschem Management steuerte. Zugleich konnte das Unternehmen für seinen Standort in China das beste Angebot vorlegen. Daher bekam dieser Anbieter den Zuschlag. Allerdings mit der Maßgabe, eine Fallbackposition in Deutschland, für den Fall des Ausfalls der Produktion in China, bereitzustellen. Diese Option wurde vertraglich zugesichert.

Einsparziele mit einer Reduzierung um 50 Prozent deutlich übertroffen

Im Ergebnis konnte der Interim Manager die angestrebte Kostenreduzierung von 33 Prozent deutlich übertreffen. Die Neuordnung der Supply Chain ergab eine Reduzierung der Beschaffungskosten von mindestens 50 Prozent bzw. 1,75 Millionen Euro. Mit der vereinbarten Fallbacklösung konnte er die Produktion außerdem zu 100 Prozent absichern.

Damit konnte der Auftraggeber sein am Markt bereits erfolgreiches Produkt als Margenlieferant für die nächsten Jahre etablieren.

Buchen Sie jetzt online einen Gesprächstermin mit einem Consultant Ihrer Wahl.

Christoph Domhardt

Christoph Domhardt

Senior Consultant | Prokurist

Marlise Stauffer Geschäftsführerin Schweiz

Marlise Stauffer

Geschäftsführerin Schweiz