5 Tipps f├╝r erfolgreiches Reporting auf mobilen Ger├Ąten

Usability ist das A & O

von Charly Kahle am

Das A & O eines erfolgreichen mobilen Reportings ist die Usability, also die Nutzer- oder Anwenderfreundlichkeit. Lesen Sie in diesem Themenspecial, worauf Sie beim Reporting f├╝r mobile Ger├Ąte achten sollten, damit mobiles Reporting von den Nutzern angenommen und verstanden wird.

Nach aktuellen Erhebungen haben im Privatleben mobile Ger├Ąte den Laptop bei der Nutzungsdauer l├Ąngst abgeh├Ąngt. Deshalb verwundert es nicht, dass sich diese Nutzergewohnheiten auch mehr und mehr im Arbeitskontext und speziell f├╝r das Reporting beobachten lassen. In immer mehr Unternehmen sollen die Informationen ortsunabh├Ąngig abrufbar sein.

Bei mobilen Cloud-Applikationen passt sich die Darstellung automatisch dem jeweiligen Ger├Ąt an. Im Idealfall beschleunigt das Entscheidungsprozesse, wenn beispielsweise Finanzvorst├Ąnde beim Quartalsabschluss auch unterwegs bequem auf wichtige Unternehmensdaten zugreifen k├Ânnen.

Das A & O eines erfolgreichen mobilen Reportings, das von den Nutzern angenommen und verstanden wird, ist die Usability, also die Nutzer- oder Anwenderfreundlichkeit.

Die Priorit├Ąten der Nutzen immer in den Vordergrund stellen

Was die Usability angeht, lassen sich die W├╝nsche privater Nutzer auf das professionelle Umfeld ├╝bertragen. Warum sollte uns der frustfreie Umgang mit Mobilger├Ąten im Job weniger wichtig sein als in der Freizeit? An diesem Kriterium m├╝ssen sich mobile Anwendungen somit messen lassen.

Eine Studie des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) vom September 2019 identifiziert folgende Nutzerpriorit├Ąten f├╝r mobile Anwendungen:

  • Die Inhalte m├╝ssen schnell zur Verf├╝gung stehen.
  • Design und Handhabung m├╝ssen verst├Ąndlich und ├╝bersichtlich sein
  • Apps m├╝ssen ├╝ber eine fehlerfreie Funktionalit├Ąt verf├╝gen.
  • Die zur Verf├╝gung gestellten Inhalte m├╝ssen relevant sein.
  • Die Sicherheit der Daten und der digitalen Identit├Ąt muss gew├Ąhrleistet sein.

Wenn Mitarbeiter von einer App entt├Ąuscht sind, werden sie damit nicht arbeiten wollen. Wer mobiles Reporting attraktiv machen will, kann somit nur erfolgreich sein, wenn er die Priorit├Ąten der User in das Lastenheft f├╝r die App-Entwicklung ├╝bertr├Ągt und dar├╝ber hinaus die Besonderheiten der professionellen Nutzung ber├╝cksichtigt.

Mobiles Reporting nicht mit unn├╝tzen Anwendungen ├╝berfrachten

Schnelligkeit, Verst├Ąndlichkeit, Relevanz und Sicherheit sind also unverzichtbare Voraussetzungen. Zudem muss der Funktionsumfang einer Reporting-App zur Arbeitsrealit├Ąt passen. Einerseits wollen Menschen mehr als Zahlen und Grafiken, andererseits d├╝rfen die Anwendungen nicht mit unn├╝tzen Funktionen ├╝berfrachtet sein.

Sinnvoll ist es zum Beispiel, durch einen modularen Aufbau den Detaillierungsgrad der Anwendung schrittweise zu erh├Âhen. Denkbar w├Ąre z.B., dass die ersten Seiten als ├ťbersicht f├╝r die Gesch├Ąftsf├╝hrung dienen. Von einem ├╝bersichtlich gestalteten Dashboard aus kann man dann auf weitere Seiten mit detaillierteren Informationen f├╝r das operative Management der einzelnen Bereiche abspringen. Die zentrale Frage bei der Entwicklung von Dashboard-Seiten muss sein: Wer ist der Empf├Ąnger der jeweiligen Seite und welche Kernaussage soll vermittelt werden?

Die Nutzer schon bei der Planung des mobilen Reportings einbinden

Im Hinblick auf die erfolgreiche Implementierung mobiler Anwendungen empfiehlt es sich, alle verantwortlichen Entscheidungstr├Ąger fr├╝hzeitig in die Entwicklung einzubinden. Wer Nutzerw├╝nsche erf├╝llen will, muss mit den Anwendern sprechen. Wichtige Fragen sind beispielsweise:

  • Wie erledigen Nutzer der Zielgruppe ihre Reporting-Aufgaben heute?
  • In welchen Situationen wollen sie k├╝nftig mobil auf Reporting-Daten zugreifen?
  • Um welche Daten handelt es sich?
  • Wo entstehen Probleme, wo bleiben W├╝nsche offen?

Die Nutzerszenarien immer im Blick behalten

Folgende Personengruppen k├Ânnen von den Antworten auf diese Fragen bzw. der Entwicklung von Nutzerszenarien profitieren:

  • Assistenten, die nach Meetings Protokolle ins Reporting-System als Referenz eingeben
  • Kollegen, die sich in die Kaffee-Ecke zur├╝ckziehen, um gemeinsam eine Pr├Ąsentation vorzubereiten
  • Controller, die im Homeoffice an einem Report arbeiten und dazu Live-Daten aus dem Business Warehouse beziehen wollen
  • F├╝hrungskr├Ąfte, die bei einem Kundentermin auf Daten aus dem Reporting Bezug nehmen wollen.

In der Praxis zeigt sich immer wieder, dass erst das Management ├╝berzeugt werden muss, um eine L├Âsung nachhaltig umsetzen zu k├Ânnen. Letzten Endes h├Ąngt die Akzeptanz des mobilen Reportings aber auch von einer positiven User-Erfahrung ab. Deswegen gilt der Grundsatz allen guten Designs: Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen.

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