Zusammenfassung
Der Interim Manager baut neue Geschäftsfelder auf – eine neue Zielgruppe, eine neue Produktlinie oder einen neuen Markt, dort, wo ein Unternehmen das Potenzial erkannt hat, es aber noch niemanden gibt, der es erschließt.
Seine Arbeit beginnt nicht am Schreibtisch, sondern im Feld. Bevor Konzepte entstehen, klärt er gemeinsam mit dem Team in direkten Gesprächen mit der Zielgruppe, was diese wirklich braucht und woran die Annahme des Neuen scheitern könnte. Daraus entwickelt er die Angebots- und Vertriebsstruktur und begleitet die Umsetzung bis zu dem Punkt, an dem das Geschäftsfeld trägt und intern eigenständig weitergeführt werden kann. Am Ende steht kein Strategiepapier, sondern ein erster Kunde und ein Team, das die Aufgabe übernehmen kann. Die Arbeit gliedert sich in drei Phasen, die einzeln beauftragt werden können: verstehen, entwickeln, begleiten.
Die Grundlage dafür bilden zwanzig Jahre Tätigkeit in international erfolgreichen Industrieunternehmen mit Schwerpunkt auf Premium-Marken und innovativen Technologien.
Ein führender Hersteller von Reinigungstechnik wollte außerhalb seiner bisherigen Kernzielgruppe wachsen und stand vor der Frage, welche Reinigungsprobleme Menschen haben, die im Freien ohne Strom- und Wasseranschluss leben. Aus Interviews mit potenziellen Nutzern entstand ein wiederkehrendes Muster und daraus das Konzept eines kompakten, akkubetriebenen Niederdruckreinigers mit integriertem Wassertank, dessen Entwicklung er bis zur Markteinführung verantwortete. Das Produkt gehört heute zum festen Sortiment des Unternehmens, erzielt einen mehrstelligen Millionenumsatz und wurde von mehreren Wettbewerbern erfolgreich nachgeahmt.
Im US-Markt für professionelle Maler war ein führender Hersteller von Premium-Elektrowerkzeugen und Systemlösungen trotz technologischer Marktführerschaft im Bereich des staubfreien Schleifens nahezu unbekannt. Der Manager übernahm die Verantwortung für ein Geschäftssegment mit einem Umsatz von rund 65 Millionen Euro und erschloss den Marktzugang über eine strategische Partnerschaft mit einem landesweit vertretenen Anbieter von Farben und Beschichtungen. Das Produktprogramm wurde dafür auf zwei leicht verständliche Lösungen fokussiert und zunächst in ausgewählten Testmärkten eingeführt, bevor der schrittweise Roll-out erfolgte.
Im Rahmen eines Corporate Start-ups sollte ein Exoskelett für den handwerklichen Einsatz erfolgreich im Markt etabliert werden – in einem Umfeld ohne etablierte Produktkategorie, Markenbekanntheit oder Vertriebsstruktur. Der Manager baute Marke, Kommunikation und die ersten Go-to-Market-Strukturen von Grund auf auf und übersetzte das technisch anspruchsvolle Produkt in einen klaren Kundennutzen, der sich erfolgreich vermarkten ließ.
In einem Unternehmen der Elektrowerkzeugbranche war das bestehende Akkusystem an seine Leistungsgrenze gelangt. Die Einführung eines vollständig neuen Systems hätte den Investitionsschutz langjähriger Kunden mit umfangreichem Akku-Bestand gefährdet. Unter der Verantwortung des Managers entstand deshalb eine Lösung innerhalb der bestehenden Systemarchitektur auf Basis leistungsfähigerer Tabless-Zellen, die klar als neue Generation gekennzeichnet wurde. Dadurch konnten Bestandskunden die Leistungsfähigkeit ihres bestehenden Systems deutlich steigern, ohne ihre vorhandenen Akkus und Geräte ersetzen zu müssen.
Das Ergebnis war eine spürbare Leistungssteigerung bei gleichzeitig hoher Kundenbindung und ohne den Verlust bestehender Anwender.
Seine Erfahrung liegt bei Herstellern und Anbietern physischer Produkte, von Werkzeugen und Haushaltsgeräten bis zu industrieller Ausrüstung, im B2B wie im B2C und in Projekten in über fünfzehn Ländern.