Optimierung der Produktion bei Maschinenbauzulieferer (Osteuropa)

Produktionsoptimierung | Kostensenkung | Interim Produktionsleiter

Maschinenbau

Das Projekt in Stichworten:

  • Optimierung der Produktion bei Maschinenbauzulieferer (Osteuropa)
  • Personalmangel bei Zulieferer senkt OTD-Quote auf nur 40 Prozent
  • Auf osteuropäischen Lieferantenmarkt spezialisierte Beratung gesucht und gefunden
  • Wertstromanalysen und Multimomentaufnahmen für Produktion und Logistik
  • Kennzahlen und Referenzwerte zur Messbarkeit des Projekterfolges entwickelt
  • Unterschiedliche Zielvorstellungen im Management erfolgreich zum Konsens geführt
  • Befristete Übernahme der Produktionsleitung
  • Neue Produktionsstrategie stellt angemessene Auslastung und Flexibilität sicher
  • Kosten in der Produktion durch Investitionen in die Automatisierung gesenkt

Der Interim Manager wurde von einem mittelständischen Maschinenbauunternehmen in Deutschland binnen eines Jahres wiederholt für insgesamt 3 ineinander verzahnte Projekte als Projektleiter beauftragt. Am Anfang standen Analysen von Produktion und Logistik. Im Anschluss ging es unter anderem darum, besser auf Marktanforderungen zu reagieren, die Lieferfähigkeit zu beschleunigen und Kosten zu reduzieren.

Personalmangel bei Zulieferer senkt OTD-Quote auf nur 40 Prozent

Das international tätige Unternehmen produziert und vertreibt Anlagen für die Lager- und Fördertechnik. Am deutschen Standort werden Standard- und Sondermaschinen in unterschiedlicher Fertigungstiefe hergestellt. Der Einkauf erfolgt überwiegend osteuropäisch. Die benötigten Kapazitäten dort schwanken zwischen 50 und 200 Prozent. Der schwankende Bedarf wird mit befristeten flexiblen Arbeitskräften (Arbeitnehmerüberlassung) gedeckt. Dieses Personal ist allerdings nicht immer in ausreichender Stärke verfügbar und darüber hinaus auch zu teuer. Im Ergebnis verlängern sich die Lieferzeiten. Die Quote der On Time Delivery (OTD-Quote) sank mitunter auf nur 40 Prozent.

Eine Lösungsmöglichkeit hätte darin bestanden, die Produktion gänzlich nach Osteuropa zu verlagern. Das war jedoch vom Inhaber nicht gewünscht, da die Kunden des Unternehmens stark Maschinen mit deutschem Ursprung fordern.

Auf osteuropäischen Lieferantenmarkt spezialisierte Beratung gesucht und gefunden

Aufgrund der Komplexität der Aufgabenstellung hatten sich Unternehmen und Interim Manager darauf verständigt, eine auf den osteuropäischen Lieferantenmarkt (SCM) spezialisierte Unternehmensberatung in das Projekt zu holen. Der Interim Manager fungierte als Projektleiter. In enger Abstimmung mit dem Auftraggeber suchte und fand er eine geeignete Unternehmensberatung.

Wertstromanalysen und Multimomentaufnahmen für Produktion und Logistik

Gemeinsam mit den Unternehmensberatern machte sich der Interim Manager zunächst ein umfassendes Bild von der Produktpalette. Auch mithilfe kurzer Interviews mit den Bereichs- und Abteilungsleitern erarbeitete er eine Nutzwertanalyse (Soft Facts). Über vereinfachte Wertstromanalysen und Multimomentaufnahmen analysierten die Berater anschließend die internen und externen Produktionsprozesse sowie die damit verbundenen Logistikprozesse.

Kennzahlen und Referenzwerte zur Messbarkeit des Projekterfolges entwickelt

Parallel dazu wurden die gesamten Daten von 2018 (und auch relevante Vorjahre) hinsichtlich Mengengerüsten, Gewinn & Verlust (Profit & Loss, P&L) sowie Produktivität aufgenommen. Daraus bildete der Interim Manager projektrelevante Kennzahlen und Referenzwerte zur Messbarkeit des Projekterfolges. Auf dieser Basis folgten Bewertungen im Vergleich zum Markt und der Region. Die Berater erstellten gemeinsam Make or Buy Analysen und ermittelten Potenziale.

Unterschiedliche Zielvorstellungen im Management erfolgreich zum Konsens geführt

Zu den großen Herausforderungen des Projektes zählte es, unterschiedliche und zuweilen sprunghaft wechselnde Zielvorstellungen des Inhabers und der beteiligten Geschäftsführer zu moderieren und zielführend zu lenken. Durch ebenso offene und direkte wie wertschätzende Kommunikation trug der Interim Manager in vielen Gesprächen erheblich dazu bei, einen Konsens zu finden und das Projekt in ein gemeinsames Ziel zu manövrieren.

Befristete Übernahme der Produktionsleitung

Während der Projektumsetzung wurde der Interim Manager gebeten, zusätzlich befristet die Produktionsleitung zu übernehmen, da der aktuelle Stelleninhaber dringend andere Aufgaben im Unternehmen übernehmen sollte.

Neue Produktionsstrategie stellt angemessene Auslastung und Flexibilität sicher

Im Ergebnis hat der Interim Manager eine neue Produktionsstrategie entwickelt, die starke Auftragsschwankungen kompensieren kann. Größere Flexibilität entsteht unter anderem dadurch, dass bestehende und neue osteuropäische Lieferanten weiter aufgebaut und qualifiziert werden. Für die Zukunft ist vorgesehen, dass die Zulieferer nicht nur Teile und kleinere Baugruppen, sondern auch große Baugruppen oder ganze Module an das deutsche Werk liefern.

Somit werden flexible Kapazitäten geschaffen. Je nach Auftragslage kann die eigene Produktion wirtschaftlich ausgelastet und nicht überlastet werden, was mit den bisherigen hohen AÜ-Anteilen nicht möglich war. Die mehr benötigten Kapazitäten werden flexibel auf die Lieferanten verlagert. Damit können die vom Markt geforderten Lieferzeiten eingehalten und im Einzelfall auch unterschritten werden, was wiederum ein Verkaufsargument darstellt.

Kosten in der Produktion durch Investitionen in die Automatisierung gesenkt

Die Kosten in der Produktion wurden durch Investitionen in die Automatisierung der Serienproduktion erheblich reduziert. Um die Produktivität signifikant zu erhöhen, hat der Interim Manager dem, Unternehmen empfohlen, die Produktion bzw. das Unternehmen auf Methoden des Lean-Managements umzustellen. Eine Entscheidung dazu steht noch aus.

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Tanja Esmyol - Senior Consultant Deutsche Interim AG

Tanja Esmyol

Senior Consultant

Christoph Domhardt

Christoph Domhardt

Senior Consultant | Prokurist