PROJEKTBERICHT

Neuausrichtung bei mittelstÀndischem Produzenten von Hightech-Textilien

Automotive | Unternehmensstrategie | SWOT-Analyse | Business Canvas

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Das Projekt in Stichworten:

  • Nicht abgeschlossene Post-Merger-Integration als Hemmschuh identifiziert
  • Destruktive Auseinandersetzungen und Corona stören ArbeitsablĂ€ufe erheblich
  • Strategie fĂŒr neue Produkte, Zielgruppen und Digitalisierung entwickelt
  • Neue Prozesse und Dokumentation sowie agiles Projektmanagement eingefĂŒhrt
  • Flexible Umsetzung von Kundenanforderungen und neue Marktchancen ermöglicht

Ein mittelstĂ€ndischer Produzent von Hightech-Textilien erwirtschaftete mehr als die HĂ€lfte seines Umsatzes in der Automobilindustrie. Wegen sinkender Margen drohte das Unternehmen (250 Mitarbeiter, Umsatz 100 Mio EUR) in Schieflage zu geraten. Der Interim Manager erhielt das Mandat, mit innovativen, ertragsstarken & nachhaltigen Produkten neue AbsatzmĂ€rkte in der Industrie, Medizintechnik und der Bekleidungsindustrie zu erschließen.

Nicht abgeschlossene Post-Merger-Integration als Hemmschuh identifiziert

Bei den Vorbereitungen fĂŒr die Neuausrichtung erkannte der Interim Manager schnell, dass dem Unternehmen zahlreiche Voraussetzungen fĂŒr eine erfolgreiche Transformation fehlten. Das Unternehmen war aus der Fusion von zwei Unternehmen entstanden. Der Prozess der Post-Merger-Integration (PMI) war aber nie abgeschlossen worden. Beispielsweise war die Organisation der Prozesse fĂŒr Produktentstehung, Akquise und Order-to-Cash-Prozess nicht angepasst worden. Die Stellenbeschreibungen und Zuordnungen von Mitarbeitern waren unzureichend.

Destruktive Auseinandersetzungen und Corona stören ArbeitsablÀufe erheblich

Zudem waren die VerĂ€nderungen infolge der Fusion nicht hinreichend kommuniziert worden. Dadurch fĂŒhlten sich die Menschen nicht abgeholt. Aus dieser Gemengelage resultierten weitreichende Störungen des Arbeitsablaufes sowie ein Bruch in der Unternehmenskultur. Unter anderem prĂ€gten Schuldzuweisungen, Anfeindungen und Dienst nach Vorschrift das Miteinander. ZusĂ€tzlich erschwert wurde die Lage durch Corona-BeschrĂ€nkungen wie Shutdown und KontaktbeschrĂ€nkungen. Um den Boden fĂŒr die Akzeptanz einer Neuausrichtung zu schaffen, musste der Interim Manager zunĂ€chst das durch den mangelhaften PMI-Prozess beschĂ€digte Vertrauen von FĂŒhrungskrĂ€ften und Belegschaft wiederherstellen. Dies gelang in zahlreichen offenen GesprĂ€chen.

Strategie fĂŒr neue Produkte, Zielgruppen und Digitalisierung entwickelt

Im nĂ€chsten Schritt empfahl der Interim Manager dem Vorstand, gemeinsam mit dem Business Development eine neue Unternehmensstrategie zu entwickeln, die sĂ€mtliche Fachbereiche inkludierte. Gemeinsame mit dem Team realisierte der Interim Manager Strategieworkshops zu „Zukunftsthemen“, betrieb SWOT-Analysen und entwickelte den Business Models Canvas. Auf dieser Grundlage entstanden Ideen fĂŒr neue Produkte und neue Kunden im Non-Automotive-Bereich.

Neue Prozesse und Dokumentation sowie agiles Projektmanagement eingefĂŒhrt

Nachdem die Neuausrichtung inhaltlich beschrieben war, machte sich der Interim Manager daran, die Prozesse im Unternehmen zu optimieren. Insbesondere stimmte er Prozesse abteilungsĂŒbergreifend aufeinander ab und stellte eine umfassende Dokumentation sicher. Gleichzeitig fĂŒhrte er Methoden des agilen Projektmanagements ein. dokumentiert werden. Damit war auch eine notwendige Grundvoraussetzung fĂŒr die Digitalisierung geschaffen.

Flexible Umsetzung von Kundenanforderungen und neue Marktchancen ermöglicht

Innerhalb von nur 4 Monaten hatte der Interim Manager gemeinsam mit den Teams nicht nur eine neue Produktstrategie entwickelt, sondern auch wesentliche Prozesse von der Produktentwicklung ĂŒber die Akquise bis zu Bestellung und Bezahlung neu ausgerichtet. Damit ist das Unternehmen nunmehr in der Lage, schnell und effizient auf Kundenanforderungen und -wĂŒnsche reagieren zu können. Nach insgesamt 7 Monaten endete das Mandat. Zu diesem Zeitpunkt arbeiteten Produktentwickler, Forschung und Vertrieb intensiv daran, die neuen Produktideen auf Umsetzbarkeit und Marktchancen zu prĂŒfen.

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Christoph Domhardt

Christoph Domhardt

Senior Consultant | Prokurist

Stefan Gebel

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Senior Consultant

Tanja Esmyol - Senior Consultant Deutsche Interim AG

Tanja Esmyol

Senior Consultant