Kurzfristige Schließung einer Betriebsstätte in einem Konzern

Sozialplan | Transfergesellschaft | Interessenausgleich

Der Auftraggeber des Interim Managers hatte beschlossen, eine kleine Betriebsstätte des Konzerns innerhalb eines halben Jahres zu schließen. Der Interim Manager sollte alle relevanten Maßnahmen für den Zieltermin vorbereiten und die Schließung in Abstimmung mit dem Konzern realisieren. Der Standort (NRW) hatte ca. 100 Beschäftigte, die vornehmlich mit Entwicklungs- und Vertriebsaufgaben im Segment Automotive beschäftigt waren.

Projektgruppe und Lenkungsausschuss für Verhandlungen mit Arbeitnehmerseite

Der Interim Manager begann sein Mandat, indem er rasch alle erforderlichen Maßnahmen hinsichtlich Reihenfolge und Detailierungsgrad für kollektiv- und individualrechtliche Aspekte vorbereitete. Dazu gehörte, die einzelnen Maßnahmen nach inhaltlichen, zeitlichen und finanziellen Risiken zu bewerten. Für die Information und die Vorbereitung von Gesprächen und Verhandlungen mit Betriebsrat und Gewerkschaft bereitete er sehr kurzfristig ein Argumentationspapier (White-Book) sowie Kostenszenarien vor.

Zur Koordination und Umsetzung der Maßnahmen richtete der Interim Manager eine Projektgruppe zusammen und richtete einen Lenkungsausschuss ein. Zudem legte er internen und externen Kommunikationswege und -verantwortungen fest. Sehr wichtige Aspekte bildeten die regelmäßige Informationsbereitstellung für Beschäftigte, Betriebsrat und Gewerkschaft sowie der persönliche Kontakt zu den Beschäftigten.

Interessenausgleich und Sozialplan sowie Transfergesellschaft verhandelt

In persönlichen Gesprächen mit den Beschäftigten griff der Interim Manager aktiv Befürchtungen und Zukunftsängste auf, um diese so weit wie möglich aufzufangen. Er zeigte den Betroffenen früh mögliche berufliche und persönliche Zukunftsperspektiven auf. Zeitgerecht nahm der Interim Manager darüber hinaus Kontakte zur Agentur für Arbeit sowie zum Integrationsamt auf.

Zu guter Letzt führte der Interim Manager die Verhandlungen mit Betriebsrat und Gewerkschaft über Interessenausgleich und Sozialplan und moderierte eine Einigungsstelle. Die Verhandlungen über die Schließung mündeten schließlich in die Einrichtung einer Transfergesellschaft. Die Kündigungen wurden ausgesprochen und der Standort konnte zum angestrebten Termin geschlossen werden.

Schließung zum angestrebten Termin erfolgreich umgesetzt

Insgesamt umfasste das Projekt 30 Einsatztage. Mit diesem überschaubaren Aufwand konnte die Schließung in einem engen Zeitraster störungsfrei realisiert werden.

Das Projekt in Stichworten:

  • Kurzfristige Schließung einer Betriebsstätte in einem Konzern
  • Projektgruppe und Lenkungsausschuss für Verhandlungen mit Arbeitnehmerseite
  • Interessenausgleich und Sozialplan sowie Transfergesellschaft verhandelt
  • Schließung zum angestrebten Termin erfolgreich umgesetzt