Mobile Reporting - Digitalisierung des Controllings

Reporting f├╝r mobile Ger├Ąte: Worauf Nutzer Wert legen

Nach aktuellen Erhebungen haben im Privatleben mobile Ger├Ąte den Laptop bei der Nutzungsdauer l├Ąngst abgeh├Ąngt. Deshalb verwundert es nicht, dass sich diese Nutzergewohnheiten auch mehr und mehr im Arbeitskontext und speziell f├╝r das Reporting beobachten lassen. In immer mehr Unternehmen sollen die Informationen ortsunabh├Ąngig abrufbar sein.

Bei mobilen Cloud-Applikationen passt sich die Darstellung automatisch dem jeweiligen Ger├Ąt an. Im Idealfall werden Entscheidungsprozesse beschleunigt, wenn z.B. Finanzvorst├Ąnde beim Quartalsabschluss auch unterwegs bequem auf wichtige Unternehmensdaten zugreifen k├Ânnen.

Das A und O eines erfolgreichen mobilen Reporting, das von den Nutzern angenommen und verstanden wird, ist die Usability, also die Nutzer- oder Anwenderfreundlichkeit. Was diesen Punkt angeht, lassen sich die W├╝nsche privater Nutzer auf das professionelle Umfeld ├╝bertragen. Warum sollte uns der frustfreie Umgang mit Mobilger├Ąten im Job weniger wichtig sein als in der Freizeit? An diesem Kriterium m├╝ssen sich mobile Anwendungen somit messen lassen.

Die Priorit├Ąten der User

Eine Studie des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) vom September 2019 identifiziert folgende Nutzerpriorit├Ąten f├╝r mobile Anwendungen:

  • Die Inhalte m├╝ssen schnell zur Verf├╝gung stehen.
  • Design und Handhabung m├╝ssen verst├Ąndlich und ├╝bersichtlich sein und Apps m├╝ssen ├╝ber eine fehlerfreie Funktionalit├Ąt verf├╝gen.
  • Der zur Verf├╝gung gestellten Inhalte m├╝ssen relevant sein.
  • Die Sicherheit der Daten und der digitalen Identit├Ąt muss gew├Ąhrleistet sein.

Wenn Mitarbeiter von einer App entt├Ąuscht sind, werden sie damit nicht arbeiten wollen. Wer mobiles Reporting attraktiv machen will, kann somit nur erfolgreich sein, wenn er die Priorit├Ąten der User in das Lastenheft f├╝r die App-Entwicklung ├╝bertr├Ągt und dar├╝ber hinaus die Besonderheiten der professionellen Nutzung ber├╝cksichtigt.

Schnelligkeit, Verst├Ąndlichkeit, Relevanz und Sicherheit sind unverzichtbare Voraussetzungen. Zudem muss der Funktionsumfang einer Reporting-App zur Arbeitsrealit├Ąt passen. Einerseits wollen Menschen mehr als Zahlen und Grafiken, andererseits d├╝rfen die Anwendungen nicht mit unn├╝tzen Funktionen ├╝berfrachtet sein.

Sinnvoll ist es zum Beispiel, durch einen modularen Aufbau den Detaillierungsgrad der Anwendung schrittweise zu erh├Âhen. Denkbar w├Ąre z.B., dass die ersten Seiten als ├ťbersicht f├╝r die Gesch├Ąftsf├╝hrung dienen. Von einem ├╝bersichtlich gestalteten Dashboard aus kann man dann auf weitere Seiten mit detaillierteren Informationen f├╝r das operative Management der einzelnen Bereiche abspringen. Die zentrale Frage bei der Entwicklung von Dashboard-Seiten muss sein: Wer ist der Empf├Ąnger der jeweiligen Seite und welche Kernaussage soll vermittelt werden?

Bessere Apps durch User Research

Wer Nutzerw├╝nsche erf├╝llen will, muss also mit seinen Anwendern sprechen. Wichtige Fragen sind beispielsweise:

  • Wie erledigen Nutzer der Zielgruppe ihre Reporting-Aufgaben heute?
  • In welchen Situationen wollen sie k├╝nftig mobil auf Reporting-Daten zugreifen? Um welche Daten handelt es sich?
  • Wo entstehen Probleme, wo bleiben W├╝nsche offen?

Folgende Personengruppen k├Ânnen von den Antworten auf diese Fragen bzw. der Entwicklung von Nutzerszenarien profitieren:

  • Assistenten, die nach Meetings Protokolle ins Reporting-System als Referenz eingeben;
  • Kollegen, die sich in die Kaffee-Ecke zur├╝ckziehen, um gemeinsam eine Pr├Ąsentation vorzubereiten;
  • Controllern, die im Home-Office an einem Report arbeiten und dazu Live-Daten aus dem Business Warehouse beziehen wollen, oder
  • F├╝hrungskr├Ąfte, die bei einem Kundentermin auf Daten aus dem Reporting Bezug nehmen wollen.

Im Hinblick auf die erfolgreiche Implementierung mobiler Anwendungen empfiehlt es sich, alle verantwortlichen Entscheidungstr├Ąger fr├╝hzeitig in die Entwicklung einzubinden. In der Praxis zeigt sich immer wieder, dass erst das Management ├╝berzeugt werden muss, um eine L├Âsung nachhaltig umsetzen zu k├Ânnen. Letzten Endes h├Ąngt die Akzeptanz des mobilen Reporting aber auch von einer positiven User-Erfahrung ab. Deswegen gilt der Grundsatz allen guten Designs: Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen.

di-Compact: Der Blog

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